
Budissa auf großer Fahrt gen Südtirol
Acht Schlaraffen, fünf Tage, drei Reyche und rund 1.600 Kilometer. Am 15. Ostermond a.U. 167 machte sich ein stattliches Fähnlein der Budissa (und JK Jan / Gorlitzia (427)) zum großen Reychsausritt gen Südtirol auf.
Erste Station war Kufstein mit einem Besuch bei Porta Tirolae (216). Nach langer Fahrt und ausgedehnter Sippung meldete sich der Mitternachtshunger. Während einige bereits dem Fast Food entgegenfieberten, hielt Rt. Immomexx noch einen leidenschaftlichen Vortrag über die Abgründe ungesunder Ernährung – um kurz darauf genüsslich in ein gigantisches Leberkäsbrötchen zu beißen.
Am nächsten Tag ging es über den Brenner Richtung Bozen. Bummeln in der Stadt nicht möglich. Nach mehreren unfreiwilligen Stadtrundfahrten und erfolgloser Parkplatzsuche wurde der Rückzug angetreten. Am Abend sollte es besonders vorbildlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Sippung bei Pons Drusi (125) gehen. Schon der knapp 200 Meter lange Fußweg zur Haltestelle brachte erste Sassen an die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit. Dort angekommen folgte die eigentliche Überraschung: Der Bus kam nicht. Also zurück zum eigenen Gefährt. Wiedererwartend wurde ein Parkplatz diesesmal gefunden und wir konnten an der Sippung teilnehmen.
Tags darauf wurde Meran erkundet, bevor mit Castrum Majense (139) das dritte Reych des Ausritts besucht wurde. Natürlich endete auch dieser Abend nicht unmittelbar mit dem Schlusslied. Als selbst die inzwischen bestens bekannte Pizzaria nebenan geschlossen hatte, mussten die eisernen Quell- und Lethereserven vor dem Hotel herhalten – bis der Hotelier persönlich und im Schlafanzug erschien und für eine gewisse Nachtruhe sorgte.
Am nächsten Tag und zum Abschluss wartete noch der sagenumwobene Bauernmarkt von Lana. Tausende Bergbauern und unzählige Südtiroler Spezialitäten waren angekündigt. Die Realität: zwei Marktstände. Beide mit Eiern.
So ging es schließlich wieder gen Heimat – mit drei besuchten Reychen, vielen neuen Geschichten und der Erkenntnis, dass bei einem Reychsausritt nicht immer alles nach Plan laufen muss. Eigentlich wäre das sogar ziemlich schade.
LULU!