Die ehemalige Burg der alten Budissa

Der Tag des offenen Denkmals am 11. im Herbstmond a. U. 152 lockte wieder einmal viele Kunstinteressierte in unsere schöne Stadt Bautzen. Dabei war zu unserer großen Freude und der von etwa zweitausend Besuchern auch die ehemalige Burg der alten Schlaraffia Budissa, die Röhrscheidtbastei, zu besichtigen.
Eigentümer dieses runden, anno 1469 errichteten Turmes ist die Stiftung für das sorbische Volk, die ihn im profanen Jahre 1952 dem Sorbischen National-Ensemble zur Verfügung gestellt hat. Den Turm ziert eine güldene Wetterfahne in Gestalt des - wie könnte es auch anders sein - Uhu!
Die Intendantin des Sorbischen Natiopnal-Ensembles plant eine andere Nutzung des Gebäudes und möchte die alte Burg, in der gegenwärtig noch der Kostümfundus des Ensembles untergebracht ist, für kleinere Veranstaltungen und Konzerte nutzen. Eine Art dieser Veranstaltungen könnten die schlaraffischen Sippungen sein. Die Budissa jedenfalls würde sehr gerne in diese herrliche Burg zurückkehren. Sie ist deshalb mit der Stiftung für das sorbische Volk im Gespräch. Dessen Ausgang ist indes völlig offen ...


Bilder von der alten Burg

Gern haben wir uns bei der Präsentation der Röhrscheidtbastei am Tag des Denkmals beteiligt und die vielen interessierten Besucher vom früheren und jetzigen schlaraffischen Leben in Bautzen unterrichtet.
Wir sind froh und glücklich, dass noch bemerkenswert viel in der ehemaligen Burg erhalten ist. Es sind dies: der Rang, an der Treppe zum Rang die Rostra, der Ahallaschrein, das Burgverlies und die schöne Kreuzgewölbedecke mit acht Uhus an deren Konsolen.
Hier sind einige Lichtbilder, die den heutigen Zustand der Röhrscheidtbastei, unserer ehemaligen Burg, außen und innen zeigen. Auf einem der Photos sind auch der alten Thronsessel, der sich wieder in unserem Besitz befindet, und - an der Wand - der gut erhaltene Ahallaschrein zu erkennen. Ein Juwel stellen für uns die Inschriften im Burgverlies dar, deren Anblick jedes Schlaraffenherz jubeln läßt.

Bilder: Rt. Don Tracturo
Text: Rt. Graf Gôg